STRASSBURG   Leave a comment

Straßburg wurde von dem römischen Feldherren Drusus im Jahre 12 v. Chr. als ein militärischer Außenposten namens Argentoratum (« Silberburg ») in der späteren Provinz Germania Superior gegründet. In dessen Nähe befand sich bereits eine gallische Siedlung; überhaupt weist das Straßburger Becken mehr oder weniger ständige Besiedlung seit circa 700.000 v. Chr. auf.[3] Unter dem Kommando von Gnaeus Pinarius Cornelius Clemens errichtete die Legio VIII Augusta im Jahre 74 eine Straße von Augusta Vindelicorum (Augsburg) durch das Kinzigtal nach Argentoratum (Straßburg) mit Anschluss über die Rheintalstraße nach Mogontiacum (Mainz). Das Stadtzentrum von Argentoratum befand sich auf der Illinsel, auf der sich noch heute das Zentrum Straßburgs befindet (Cardo: Rue du Dôme, Decumanus: Rue des Hallebardes[4]). Ab 90 war die Legio VIII permanent in Argentoratum stationiert.[5] Das Lager bedeckte zu dieser Zeit eine Fläche von 20 Hektar und beherbergte auch eine Kavallerieabteilung der Legion.[6] Weitere temporär in Argentoratum stationierte Legionen waren die Legio XIV Gemina und die Legio XXI Rapax, letztere unter der Herrschaft Neros.[7]

Systematische archäologische Ausgrabungen unter der Leitung von Prof. Jean-Jacques Hatt legten zwischen 1947 und 1953 zahlreiche Spuren des antiken Straßburgs zutage. Diese Ausgrabungen wurden maßgeblich durch die in der Altstadt verursachten Kriegszerstörungen ermöglicht. Dabei wurde festgestellt, dass das Lager zwischen dem ersten und dem fünften Jahrhundert unserer Zeit insgesamt sechs Mal niedergebrannt und wieder aufgebaut worden war: In den Jahren 70, 97, 235, 355, im letzten Viertel des 4. Jahrhunderts und in den ersten Jahren des 5. Jahrhunderts. Unter Trajan und nach dem Brand von 97 hatte Argentoratum seine größte Ausdehnung und stärkste Befestigung erreicht.[8] [9] Zahlreiche archäologische Überreste der römischen Ansiedlung wurden auch im westlichen Stadtviertel Kœnigshoffen entlang der ehemaligen Römerstraße, der heutigen Route des Romains gefunden.[10] An dieser Stelle befanden sich die ausgedehntesten Nekropolen und die dicht besiedeltsten Niederlassungen der Zivilbevölkerung (Vicus) um das Lager.[11] 1911–12 wurden in Kœnigshoffen von Hatts Vorgänger Robert Forrer zahlreiche Fragmente eines großangelegten Mithräums ausgegraben, dass in frühchristlicher Zeit (vermutlich 4. Jahrhundert) zerschlagen worden war (heute sichtbar im Musée archéologique de Strasbourg).[12]

Straßburg war möglicherweise ab dem 4. Jahrhundert Bischofssitz; 1956 wurden unterhalb der heutigen Église Saint-Étienne Überreste eines Apsidenbaus aus dieser Zeit, vielleicht der ältesten Kirche auf elsässischem Boden und eventuell Sitz des Ur-Bistums, ausgegraben. 357 fand in der Umgebung die Schlacht von Argentoratum statt. Im 5. Jahrhundert wurde die Stadt durch Alamannen, Hunnen und Franken erobert. 842 wurden hier die Straßburger Eide geschworen und abgesehen von Latein auch in den Sprachen der jeweiligen Gefolgsleute festgehalten, in althochdeutsch und altfranzösisch, wodurch dies das älteste Dokument in einer frühen französischen Sprache darstellt. Die Sprache von Stadt und Region war damals althochdeutsch.

Freie Reichsstadt [Bearbeiten]

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Publié 0, janvier 17, 2011 par NOUNOURS dans Uncategorized

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